Jubel im Himmel über Gottes Gericht
1Danach hörte ich etwas wie eine laute Stimme einer großen Menge im Himmel; sie sprachen: »Alleluia! Die Rettung und die Herrlichkeit und die Macht ⟨gehören⟩ unserem Gott!
2Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte; denn er hat die große Hure gerichtet, die die Erde durch ihre Unzucht verdarb, und an ihr das Blut seiner Sklaven gerächt.« [vgl. LXX: Deuteronomium 32:43]
3Und zum zweiten Mal sagten sie: »Alleluia! Und ihr Rauch steigt auf in alle Ewigkeit.« [vgl. LXX: Jesaja 34:10]
4Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier Lebewesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron sitzt, und sagten: »Amen! Alleluia!«
5Und eine Stimme ging vom Thron aus und sagte: »Lobt unseren Gott, ihr alle, die ihr seine Sklaven seid und ihn fürchtet – die Kleinen und die Großen!«
Das Hochzeitsmahl des Lammes
6Und ich hörte etwas wie die Stimme einer gewaltigen Menge und wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Dröhnen mächtiger Donnerschläge; sie sprachen: »Alleluia! Denn der Herr, unser Gott, der Allherrscher, hat die Königsherrschaft angetreten.
7Freuen wir uns und jubeln wir und geben wir ihm die Herrlichkeit! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitgemacht.
8Und ihr wurde gegeben, sich in feines Leinen zu kleiden, glänzend und rein«; denn das feine Leinen sind die gerechten Taten der Heiligen.
9Und er sagt zu mir: »Schreibe: Glückselig sind die, die zum Hochzeitsmahl des Lammes gerufen sind.« Und er sagt zu mir: »Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes.«
10Und ich fiel ihm zu Füßen, um ihn anzubeten. Und er sagt zu mir: Tu es nicht! Ich bin dein Mitsklave und ⟨der⟩ deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Prophetie.
Der Reiter auf dem weißen Pferd
11Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe: ein weißes Pferd! Und der darauf saß, wird »Treu und Wahrhaftig« genannt; und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit.
12Seine Augen aber ⟨sind⟩ eine Feuerflamme, und auf seinem Kopf sind viele Diademe; und er trägt einen geschriebenen Namen, den niemand kennt außer ihm selbst,
13und er ist mit einem in Blut getauchten Gewand bekleidet, und sein Name lautet: »Das Wort Gottes«.
14Und die Heere im Himmel folgten ihm auf weißen Pferden, bekleidet mit feinem Leinen, weiß und rein.
15Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, um mit ihm die Nationen zu schlagen; und er selbst wird sie mit eisernem Stab weiden; und er selbst tritt die Kelter des Weines der Zornglut des Zornes Gottes, des Allherrschers. [vgl. LXX: Psalm 2:9]
16Und er trägt auf seinem Gewand und auf seinem Schenkel einen geschriebenen Namen: »König der Könige und Herr der Herren«.
Das Mahl Gottes und das Ende des Tieres
17Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen; er rief allen Vögeln, die hoch oben am Himmel fliegen, mit lauter Stimme zu: »Kommt, versammelt euch zum großen Mahl Gottes,
18damit ihr Fleisch von Königen fresst, Fleisch von Heerführern, Fleisch von Mächtigen, Fleisch von Pferden und von denen, die auf ihnen sitzen, und Fleisch von allen: von Freien und Sklaven, von Kleinen und Großen.« [vgl. LXX: Hesekiel 39:17–20]
19Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um den Krieg gegen den zu führen, der auf dem Pferd saß, und gegen sein Heer.
20Und das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet, der vor dem Tier die Zeichen getan hatte, durch die er jene verführte, die das Malzeichen des Tieres angenommen hatten und sein Bild anbeteten. Lebendig wurden die beiden in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.
21Und die Übrigen wurden mit dem Schwert getötet, das aus dem Mund dessen hervorging, der auf dem Pferd saß; und alle Vögel fraßen sich an ihrem Fleisch satt.